Glucomannan aus Konjak könnte die Darmgesundheit bei Spitzensportlern fördern.

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„Die Einnahme von Konjak-Glucomannan (KGM) scheint ein klinisch relevanter Ansatz zur Linderung funktioneller Verstopfung zu sein. Ein möglicher Wirkmechanismus liegt in der Verbesserung der Diversität und Funktion der Darmmikrobiota“, schreiben Wissenschaftler der Southwest University in China im European Journal of Nutrition. „Diese Ergebnisse untermauern das therapeutische Potenzial von Ballaststoffen zur Regulierung des Darmökosystems und zur Verbesserung der Darmgesundheit, insbesondere bei Sportlern.“
Man schätzt, dass bis zu 20 % der Erwachsenen an Verstopfung leiden, wobei das Problem bei Sportlern noch häufiger auftritt.
Laut diesem neuen Artikel kann intensive körperliche Betätigung die Durchblutung des Magen-Darm-Trakts verringern und dadurch dessen Motilität verlangsamen. Eine proteinreiche, ballaststoffarme Ernährung kann die Darmmotilität ebenfalls verschlimmern, und Dehydrierung kann die Situation zusätzlich verschärfen.
Dies hat einige Forscher dazu veranlasst, zu untersuchen, ob lösliche Ballaststoffe wie Konjak-Glucomannan (KGM) Verstopfungssymptome lindern können. Einige Studien deuten darauf hin, dass KGM den Wassergehalt des Stuhls erhöhen, die Zusammensetzung der Darmflora regulieren und die Darmmotilität anregen kann.
„Allerdings sind die klinischen Daten bei menschlichen Populationen, insbesondere bei Spitzensportlern, nach wie vor begrenzt“, schrieben die Wissenschaftler.
Diese neue doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studie umfasste 48 männliche Taekwondo-Spitzensportler mit funktioneller Verstopfung. Die Sportler wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhielt ein Placebo (3 Gramm Maltodextrin täglich), die andere Gruppe erhielt KGM (3 Gramm täglich) über einen Zeitraum von acht Wochen.
Die Ergebnisse zeigten, dass sich im Vergleich zu Placebo eine Reihe von Verstopfungsparametern signifikant verbesserten, darunter die Patientenbeurteilung der Verstopfungssymptome (PAC-SYM), die Patientenbeurteilung der Lebensqualität bei Verstopfung (PAC-QoL), die Stuhlgangfrequenz (BMF) und der Darmfunktionsindex (BFI).
Die Mikrobiomanalyse ergab, dass KGM die α-Diversität und die relative Häufigkeit verschiedener Gattungen, darunter *Lactobacillus*, *Bacteroides* und *Phascolarctobacterium*, erhöhte. Im Gegensatz dazu nahm die Häufigkeit von *Alistipes* und *Desulfovibrio* ab.
Die Ergebnisse zeigten, dass Veränderungen der Darmmikrobiota eng mit einer Verbesserung der Verstopfungssymptome zusammenhingen. Weiterführende Analysen deckten Veränderungen in mehreren Stoffwechselwegen auf, insbesondere in solchen, die an der Biotinbiosynthese und der Nitratreduktion beteiligt sind.
Die Forscher berichteten: „Unseres Wissens ist dies die erste Studie an menschlichen Athleten, die zeigt, dass KGM Verstopfungssymptome lindern kann, indem es die Zusammensetzung der Darmmikrobiota verändert. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Modulation der Darmmikrobiota ein wichtiger Mechanismus sein könnte, durch den Ballaststoffe ihre therapeutische Wirkung auf die Magen-Darm-Funktion entfalten.“
Sie kamen zu dem Schluss: „Diese Ergebnisse liefern überzeugende Beweise für die Machbarkeit der Ballaststoffergänzung bei der Behandlung von funktioneller Verstopfung und unterstreichen ihr Potenzial als nicht-pharmakologische Behandlung von Magen-Darm-Funktionsstörungen bei Sportlern.“
Quelle: European Journal of Nutrition, 2025, 64, 303. doi: 10.1007/s00394-025-03826-3. „Auswirkungen von Konjak-Glucomannan auf gastrointestinale Symptome und die Darmmikrobiota bei Sportlern mit funktioneller Verstopfung: eine doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studie.“ Autoren: Y. Zhu et al.
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Veröffentlichungsdatum: 22. Dezember 2025