FoodDrinkEurope skizziert einen Fahrplan zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit Europas.

FoodDrinkEurope, der Verband der europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie, hat einen umfassenden Plan vorgestellt, der politische Entscheidungsträger dabei unterstützen soll, das Wettbewerbspotenzial des Sektors auszuschöpfen und gleichzeitig Nachhaltigkeit zu fördern und Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

 

Der aktualisierte „Food Investment and Resilience Plan“ wurde auf dem #FoodFuture Ideas Fest und der Sommerparty von FoodDrinkEurope in Brüssel vorgestellt und lockte über 800 Interessengruppen an, um über die Zukunft der Branche zu diskutieren.

 

„Der Lebensmittel- und Getränkesektor ist für die Ziele der EU von entscheidender Bedeutung und treibt Wachstum, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit voran“, sagte Dirk Jacobs, Generaldirektor von FoodDrinkEurope. „Mit der richtigen Unterstützung können wir die Wettbewerbsfähigkeit Europas deutlich stärken, gesellschaftliche Stabilität gewährleisten und in widerstandsfähige Ernährungssysteme investieren.“

 

Der Plan sieht eine EU-Investitionsstrategie für Lebensmittel vor, um Finanzierungslücken zu schließen und öffentliche und private Investitionen in Bereichen wie nachhaltige Landwirtschaft, erneuerbare Energien, Verpackungsrecycling und digitale Infrastruktur voranzutreiben.

 

Außerdem fordert es eine beschleunigte Risikobewertung und Zulassung innerhalb der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), um innovative und nachhaltige Lebensmittellösungen zu unterstützen.

 

Darüber hinaus sieht der Plan eine Vereinfachung der Regulierungs- und Berichtspflichten sowie eine Wettbewerbsprüfung für vorgeschlagene neue Gesetze vor, um die Grundsätze des Binnenmarktes aufrechtzuerhalten, Fairness entlang der Lieferkette zu gewährleisten und positive Auswirkungen auf Wachstums-, Sozial- und Umweltziele zu erzielen.

 

Marco Settembri, Präsident von FoodDrinkEurope, fügte hinzu: „Unsere Branche beschäftigt 4,6 Millionen Menschen. Unser Umsatz entspricht dem kombinierten BIP von Irland und Belgien. Wir sind ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Wachstumsstrategie der EU.“

 

Settembri hob die Rolle der Branche für die Sicherheit Europas hervor und erklärte: „Eine starke Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist nicht nur für die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch für die Sicherheit von entscheidender Bedeutung. Der Zugang zu qualitativ hochwertigen und erschwinglichen Lebensmitteln und Getränken ist unerlässlich für ein stabiles und friedliches Europa.“

 

Der Plan sieht außerdem die Schaffung eines Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäischen Kommission für Agrar- und Ernährungswirtschaft vor, um der strategischen Bedeutung von Lebensmitteln und der Notwendigkeit einer starken Führung zur Schaffung nachhaltiger Ernährungssysteme Rechnung zu tragen.

 

Darüber hinaus setzt sie sich für eine gemeinsame Politikgestaltung ein und stellt sicher, dass unternehmerisches Fachwissen genutzt wird, um durch einen kontinuierlichen, entpolarisierten Agrar- und Ernährungsdialog solide und zukunftssichere Strategien zu entwickeln.

 

Zusätzlich zu diesem Plan hat FoodDrinkEurope ein aktualisiertes Aktionsprojekt für nachhaltige und widerstandsfähige Lebensmittelsysteme veröffentlicht, das das Engagement der Branche für ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele verdeutlicht, darunter Netto-Null-Emissionen, die Beendigung der Entwaldung, nachhaltige Verpackungen und die Unterstützung von Landwirten bei ihrem Übergang zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft.

 

„FoodDrinkEurope setzt sich dafür ein, diese Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und eng mit politischen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten, um ein förderliches Umfeld für das Gedeihen der Branche zu schaffen“, schloss Jacobs.

 

 

ScreenShot_2026-03-18_104701_349

 

Die fünf Kernbereiche des Plans

 

Der Bericht skizziert einen von FoodDrinkEurope vorgeschlagenen Fünf-Punkte-Plan für Investitionen und Resilienz im Lebensmittelbereich, der politische Entscheidungsträger bei der Unterstützung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen europäischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie leiten soll.

 

Als größter Produktionssektor Europas spielt die Lebensmittel- und Getränkeindustrie eine entscheidende strategische Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheitsbestrebungen der EU.

 

Die fünf Kernbereiche umfassen:

 

Investitionen anregen: Finanzierungslücken schließen, um den Übergang der Branche zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen zu ermöglichen, unter anderem durch eine gezielte GAP, eine spezielle Investitionsstrategie für Lebensmittel und eine bessere Unterstützung für KMU.

 

Innovationen fördern: Nachhaltige Lebensmittelinnovationen beschleunigen, indem Genehmigungsverfahren vereinfacht, die Vorteile von Innovationen hervorgehoben und öffentlich-private Forschungspartnerschaften aufgebaut werden.

 

Den Handel ankurbeln und die Versorgung sichern: Eine ambitionierte EU-Handelsagenda verfolgen, um den Zugang zu den globalen Märkten zu erweitern und gleichzeitig gemeinsam Strategien zu entwickeln, die die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten und die Ernährungssicherheit gewährleisten.

 

Bessere Regulierung schaffen: Wettbewerbsprüfungen bei neuen Gesetzen durchführen, Berichtspflichten vereinfachen und die Transparenz im politischen Prozess erhöhen.

 

Verbesserung der Regierungsführung: Schaffung einer Koordinierungsstelle für die Lebensmittelpolitik und Ernennung eines Exekutiv-Vizepräsidenten für Agrar- und Ernährungswirtschaft, um ein abgestimmtes Vorgehen in den EU-Institutionen zu gewährleisten.


Veröffentlichungsdatum: 18. März 2026